GÄSTEBUCH

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04.01.2017

Tolle Seite - nur weiter so!! :-)

Liebe Grüsse, Rüdiger Hund

12.06.2014

VON SR. ELSA LAU AUS BRASILIEN

 

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Oswald,

diese Nachricht kommt aus weiter Ferne, aus dem tropischen Nordost-Brasilien. Ich bin Sr. Else Lau, eine katholische Missionsschwester, Pallottinerin, und lebe seit gut 18 Jahren in Nordost-Brasilien. Als ich 2011 zu meinem Heimaturlaub in Deutschland war, habe ich mir Ihr Buch "Training gegen Alzheimer" gekauft. Ich habe inzwischen immer wieder darin gelesen, aber in den letzten Tagen erst den Entschluss gefasst, sozusagen meine eigene SimA(R) anzufangen. Meine Mutter ist 1993 mit 84 Jahren mit Alzheimer gestorben  (man stirbt ja wohl nicht "an" Alzheimer) und ich bin mit jetzt 78 Jahren natürlich sehr daran interessiert, mich - wie es im Vorwort zu Ihrem Buch heisst, mich "körperlich und geistig fit"  zu erhalten und - wie das im Titel eines hiesigen Büchleins heisst: "Envelhecer sem ficar velho" =  "Altern ohne alt zu sein" - (Original von Jean-Pierre Dubois-Dumée Vieillir sans devenir vieux - ISBN 978-85-356-2644-5). Also Ihr Buch ist sehr hilfreich für mich. Einige Hinweise darin beachte  ich schon gewohnheitsmässig, z. B. bemühe ich mich, genügend zu trinken (habe eine Zwei-Liter-Wasser-Flasche im Kühlschrank und wenn ich ausgehe, um z. B. Hausbesuche zu machen, nehme ich "meinen eigenen Brunnen" mit - d. h. eine kleine Wasserflasche zum Umhängen). Ich versuche auch, mich zu bewegen (meistens durch Fussmärsche, die ohnehin notwendig sind). Ich mache auch meine Art von Gedächtnistraining (ich liebe Kreuzworträtsel, die in portugiesischer Sprache besonders knifflig sind) - und ich lerne Psalmen auswendig...  Ich habe in meiner Jugend zunächst eine kaufmännische Lehre gemacht, dann im Orden das Abitur nachgeholt. Dann habe ich in München an der Uni Soziologie studiert und 1972 das Diplom gemacht. Mein Professor hat mich eingeladen, als Wissenschaftliche Assistentin am Soziologischen Institut der Uni München zu arbeiten und dabei den Doktor zu machen. Den habe ich dann 1976 (Dr. rer pol.) erworben. Von 1986 bis 1995 war ich Provinzoberin meines Ordensgemeinschaft und durfte dann meinen Jugendtraum verwirklichen, nämlich direkt als Missionarin zu wirken. Meinen 60sten Geburtstag feierte ich im Einführungs- und Sprachkurs für Neumissionare der Brasilianischen Bischofskonferenz in Brasilia - und seitdem bin ich als "Missionsschwester" in einer Pfarrei der Diözese Coroatá im Bundesstaat Maranhão tätig - Ich tue halt, was ich kann: Im Moment bereiten wir sogenannte  "Santas Missões Populares" vor: Eine Missionswoche, in der Laienmissionare die Hauptarbeit leisten - Wir werden alle Familien besuchen und sie einladen, ihren Glauben teilnehmend in der Gemeinde zu leben, werden lebendige Gottesdienste halten, jeden Morgen mit einer "caminhada" beginnen - Es wird eine gute Erfahrung werden und viele "Laienmissionar/innen" werden jenseits der 50 sein.   Also, ich wollte mich nur für Ihr Buch bedanken und jetzt werde ich meine tägliche Bibellesung halten (auch so ein "persönlicher Ritus": ich wollte einfach noch mal die Bibel von Genesis bis Apokalypse lesen, weil ich meine, es lohnt sich. Ich habe die Seiten auf ein Jahr verteilt - und die Psalmen auf die  365 Tage - und ich entdecke täglich neue Schätze dabei). - Ich fühle mich insgesamt recht fit - mittags halte ich immer meine Siesta nach dem Mittagessen, wenn ich sonst noch tagsüber müde bin, lege ich mich einfach für einige Minuten hin. Übrigens: Die "Fingerspiel-Übung" auf S. 123 im Buch "Training gegen Alzheimer" führe ich durch so lange ich denken kann - besonders seit ich hier in Brasilien lebe - Hier wird das Gebet des "Rosenkranzes" sehr gepflegt, ich halte es für ein schönes meditativ-kontemplatives Gebet. Man betet ja dabei jeweils ein "Vater unser" und dann zehn "Ave Maria" und meditiert dabei ein Glaubensgeheimnis (in vier Zyklen zu je 5 Geheimnissen, z. B. die "freudenreichen Geheimnisse" aus der Kindheit Jesu oder die "lichtreichen Geheimnisse" aus der Zeit des öffentlichen Lebens Jesu usw.). Also man benutzt dazu eine Perlenkette, aber wenn man keinen "Rosenkranz" dabei hat, benutzt man seine 10 Finger - und macht damit genau die Fingerübungen aus dem Trainingsprogramm.

Nochmals herzliche Grüsse und Dank - Ihre Sr. Else Lau - Hier Irmã Elza genannt.

Univ.-Prof. Wolf D. Oswald

FG Prävention & Demenz

am Institut für Psychogerontologie

der Universität Erlangen-Nürnberg

Mail: forschung(at)wdoswald.de 

Fax: +49-911-682329